Ortsansicht LangenhennersdorfDass Langenhennersdorf über einen ganz bekannten Sohn verfügt, wissen die wenigsten. Dabei gilt Johann Gottlob Lehmann, der hier am 4 Juli 1719 das Licht der Welt erblickte, als Mitbegründer der modernen Stratigrafie, der Lehre von den Gesteinsschichten. Lehmanns Geburtsort trat 1356 erstmals als „Henricivilla“ (Heinrichsdorff) aus dem Dunkel der Geschichte. Seine Bewohner waren Bauern und Sandsteinbrecher, die über Jahrhunderte den Ort und die Umgebung prägten. In den steilen Felspartien entlang des Gottleubatales findet der aufmerksame Wanderer noch heute unvollendete Sandstein-Mühlsteine und Spuren der Arbeit der Steinbrecher. Der in einer Talmulde ruhig liegende Ort wird heute auf den Hochebenen und leicht geneigten Talhängen von Feldbau und landwirtschaftlichen Grünflächen umgeben, Wälder sind in die Steillagen an der Gottleuba sowie in die felsigen Bereiche zurückgedrängt. Auf dem Friedhof der Dorfkirche St. Margarethe (1495) erinnert eine gusseiserne Grabplatte (1685) an den nahen Berggießhübeler Bergbau. Von außen eher unscheinbar weist die Kirche in ihrem Inneren eine spätbarock-klassizistische Ausgestaltung mit sehenswerten Decken- und Emporenmalereien auf.

Im Gottleubatal, etwas unterhalb der Ortslage befindet sich der Langenhennersdorfer Wasserfall. Mit 9 Metern Fallhöhe der höchste natürliche Wasserfall der Sächsischen Schweiz. Der Dorfbach hat sich oberhalb des eigentlichen Falles tief in die Landschaft eingekerbt und überwindet unterhalb des Falles die beachtlichen Höhenmeter bis zur Gottleuba in mehreren Kaskaden und Sprüngen. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten gibt es keine Wanderwege, doch direkt an der Landstraße findet sich eine Parkmöglichkeit und für Kinder ist der Wasserfall mit der benachbarten Zwergenhöhle stets einen Ausflug wert.

 Aussichtspunkt Napoleonstein Ein weiteres Familienziel ist die bizarre Sandsteingruppe des Labyrinths. Hier hat die Verwitterung den kompakten Fels durch Spalten, Klüfte, Höhlen und Risse durchbrochen und so eine labyrinthartige Struktur geschaffen. Durch die seit 1979 als Flächennaturdenkmal ausgewiesene Felsengruppe führt ein markierter Weg. Schmale Klüfte, Stufen, Leitern, unterschiedlichste Höhlen und Felsspalten machen den Reiz dieses natürlichen Abenteuerplatzes aus.
Ein empfehlenswerter Aussichtspunkt befindet sich gleich in der Nachbarschaft: der Napoleonstein.

 

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